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Dienstag, 30. Juni 2009

Kritische Ansichten über ...

den tatsächlichen Wert und den Charakter der "Friedlichen Revolution" 1989 in der "DDR".

Das Bedenkliche bei der Bewertung, der Wertschätzung und Würdigung der "Friedlichen Revolution" durch die Politiker, die Medien, in der Öffentlichkeit ist, dass die Verhaltensweise der "Friedlichen Revolutionäre", der revolutionären Bevölkerung, der "Helden" bis ins Jahr 1989 beflissentlich ausgeblendet wird.

So kann Geschichte, kann Zeitgeschehen verfälscht und deformiert, heute aber keinesfalls ehrlich aufgearbeitet und damit präventiv genutzt werden. Denn die wirkliche Ursache für die Entstehung von Diktaturen bleibt dadurch weiterhin unbeachtet und der Nährboden hierfür erhalten.

Die Frage muss erörtert werden: Warum haben die Menschen in der "DDR" bis 1989 sich doch unbestreitbar feige, willfährig bis gleichgültig verhalten? Niemand ist vom Regime dazu wirklich gezwungen worden!

Zum Aufbau eines Heldenmythos

(Helden der Friedlichen Revolution 1989)

Sind die Hunderttausende Flüchtlinge über die ungarische Grenze nach Österreich und die Ausreisewilligen in den Botschaften der Tschechei jemals als Helden durch die Medien oder Politiker bezeichnet worden?
Fakt aber ist, dass gerade diese Menschenmassen erheblichen Anteil an der Beschleunigung des rasanten Verfalls der "DDR" hatten, mehr als alle Demos, die in den größeren Städten (Kultstätten) stattfanden. Nur will niemand das wahrhaben, der nicht zu den Flüchtlingen zählt. Und gerade die haben tatsächlich Kopf und Kragen riskiert, ihr Leben aufs Spiel gesetzt.

Diese meist jungen Menschen haben dem Menschen fressenden kranken Moloch den Todesstoß versetzt. So denke ich.

Die in den Medien gefeierten Helden aber saßen zu dieser Zeit bei Kerzenschein in den Kirchen oder bildeten Menschenketten, verbunden mit im Hauch der Angst flackernden Kerzen in Händen. Und bei den später folgenden Massenaufmärschen - die davor erfolgte Massenausreise der Flüchtlinge und Botschaftsbesetzer durch das Territorium der "DDR" machte Mut - fanden sich Transparente wie "Wir wollen keine Gewalt (tut uns nichts, denn wir sind friedlich ...)" oder "Wir bleiben hier! (wir stehen zur DDR)". Eine eher peinliche, verschrobene "ehrenwerte" Gesellschaft, die letztendlich und unbestreitbar von den Menschen mitgestaltet und erst so mit Leben erfüllt worden war. Nur will heute niemand mehr mit den kompromittierenden Schattenseiten dieses Konstrukts konfrontiert werden.

Klaus R.

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